Im Rahmen unserer Missionsarbeit unter Persern bringen mein Kollege Pr. Pasi Palmu und ich unseren Mitbürgern aus Iran und Afghanistan Jesus Christus in Wort und Sakrament. Wir konzentrieren uns auf die Verkündigung des Evangeliums und die Verwaltung der Sakramente, wie es alle lutherischen Pastoren tun.
Selbstverständlich versuchen wir, die Einflusssphäre des „weltlichen Regiments“ nicht zu übertreten. Schließlich sagt Jesus: „So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!“ (Matthäus 22, 21). Dazu unsere lutherischen Bekenntnisschriften: „Aus diesen Gründen dürfen kirchliche und weltliche Macht nicht miteinander vermischt werden. Das kirchliche Amt hat die Aufgabe, das Evangelium zu verkündigen und die Sakramente zu verwalten. Es darf daher nicht in ein fremdes Amt greifen.“ (CA 28, 12-13).
Was aber, wenn „die Welt“ immer wieder in unser kirchliches Amt „eindringt,“ so wie im Falle der aktuellen Situation im Iran, wo gemäß vielen Beobachtern ca. 85% der Iraner (auch unsere persischen Gemeindeglieder) vehemente Gegner ihres eigenen Regimes sind, sich aber nicht auf eine Lösung für den „Tag danach“ einigen können. Und so fragen sie uns Missionare manchmal um Rat. Oder was tun, wenn unsere persischen Gemeindeglieder von uns Missionaren Ratschläge in Asylangelegenheiten erbitten? Wie gut, dass unser Herr uns eine klare Richtschnur gibt, damit wir nicht von unserer Missionstätigkeit abgelenkt werden. So sagt Jesus Christus: „Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ (Matthäus 28, 19-20).
Danke, lieber Herr Jesus, dass du deine „Zwei-Reiche-Lehre“ klar definierst und uns Pastoren hilfst, dass wir uns auf das Wesentliche konzentrieren!



